Das Parteiprogramm
43 Artikel gegen organisierte Absurdität
Unsere Forderungen, sortiert nach politischem Gewicht. Zuerst Demokratie und Struktur, dann Generationen und Zukunft, dann der ganz normale Alltagswahnsinn. Satirisch zugespitzt, aber überraschend vernünftig.
Demokratie & Struktur
Wer eine Stunde mit Lobbyisten, CEOs oder Verbandsfunktionären verbringt, schuldet zwei Stunden mit normalen Bürgerinnen und Bürgern.
Die Schildbürger Partei akzeptiert die aktuelle Lobbykratie nicht. Demokratie bedeutet nicht, dass jene mit Kalenderzugang, Einladung zum Apéro und bezahlten Dossiers den politischen Alltag dominieren.
Die Schildbürger Partei fordert:
- vollständige Offenlegung offizieller Lobbykontakte von gewählten Amtsträgern;
- für jede Stunde mit Lobbyisten, CEOs, Branchenvertretern oder Interessengruppen mindestens zwei Stunden Austausch mit normalen Bürgerinnen und Bürgern;
- Bürger-Sprechstunden als Pflichtbestandteil politischer Mandate;
- öffentliche Lobbykalender für Exekutive und Parlamentarier;
- ein Schilda-Siegel für Gesetze, die erkennbar eher für Verbände als für Menschen geschrieben wurden.
Wer dem Volk dienen will, muss das Volk auch treffen — nicht nur seine bezahlten Vertreter.
Gesunder Menschenverstand sollte in der Politik vermehrt genutzt werden. Wer ein Amt antritt oder sich zur Wiederwahl stellt, weist ihn periodisch vor einer unabhängigen Kommission nach — nicht die Bürgerinnen und Bürger, sondern jene, die über sie entscheiden.
Für Taxichauffeure, Fluglotsen und Piloten gibt es periodische Eignungsprüfungen — für Menschen, die über Milliarden und Gesetze entscheiden, nicht. Das ist rückwärts. Je grösser die Verantwortung, desto eher gehört sie überprüft, nicht weniger.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine unabhängige, überparteiliche Kommission, die bei Amtsantritt und danach periodisch prüft, ob Entscheidungen nachvollziehbar und faktenbasiert begründet werden können;
- keine Prüfung von Meinung oder Ideologie — geprüft wird Urteilsfähigkeit, nicht Gesinnung;
- öffentliche, verständliche Berichte statt interner Beurteilung unter Kollegen;
- die gleiche Prüfung für hohe Verwaltungskader, die de facto genauso viel Macht ausüben wie gewählte Amtsträger;
- keine Konsequenz durch Amtsenthebung allein aufgrund der Prüfung — aber volle Transparenz gegenüber den Wählenden, die am Ende entscheiden.
Satirischer Prüfbogen der Schildbürger Partei, öffentlich einsehbar nach jeder Kommissionssitzung:
- Wie viel kostet ungefähr ein Brot?
- Was passiert, wenn man mehr ausgibt, als man einnimmt?
- Wie lange dauert eine Zugfahrt, die man selbst regelmässig macht?
- Wie heisst die zuständige Fachperson für das eigene Dossier — ohne nachzuschauen?
Bestehen ist keine Kunst — genau das ist die Pointe. Wer trotzdem auffällig oft daneben liegt, gehört nicht entmachtet, aber öffentlich benannt. Ein Wahlrechts-Filter mit fixer Zahl wäre selbst ein Schildbürgerstreich: entrechtet niemanden, misst nichts Sinnvolles, klingt aber wissenschaftlich. Genau davor warnt diese Partei — auch vor sich selbst.
Wer über andere entscheidet, darf selbst geprüft werden.
Wir sind das Volk — die Mehrheit im Land. Und doch haben wir keine eigene Lobby, während Wirtschaft, Verbände und die Vermögenden mit bezahlten Vertretungen jede Tür öffnen. Das kippt das Gleichgewicht, nicht die Verfassung.
Jeder Wirtschaftsverband hat ein Sekretariat, ein Budget und einen Draht ins Bundeshaus. Das Volk hat eine Abstimmung alle paar Monate und ansonsten Zuschauerplätze. Wer mehr ist, aber schlechter organisiert und schlechter finanziert, wird überrollt — von Eliten, von Vermögenden, von der organisierten Wirtschaft.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine unabhängige, aus Steuermitteln finanzierte Bürger-Ombudsstelle, die im Gesetzgebungsprozess systematisch Gegengewicht zu Verbandslobbys einbringt;
- Vernehmlassungsverfahren, die tatsächlich barrierearm und verständlich sind — nicht nur formal offen für alle, faktisch nur nutzbar für professionelle Verbände;
- verpflichtende Folgenabschätzung «Wer profitiert, wer zahlt» für jedes grössere Gesetz, in einfacher Sprache publiziert;
- Stärkung direktdemokratischer Instrumente statt ihrer schleichenden Erschwerung durch immer höhere Hürden;
- eine ehrliche Antwort auf die Frage: Warum braucht die Mehrheit eine Lobby, um in der eigenen Demokratie gehört zu werden?
Die grösste Interessengruppe des Landes heisst Volk — und sie hat keinen Sitzungsraum.
Einkünfte, Mandate und Interessenkonflikte gehören nicht in Schubladen, sondern alle drei Monate auf den Tisch.
Politikerinnen und Politiker treffen Entscheidungen für das Volk. Das Volk hat deshalb ein Recht darauf zu wissen, für wen diese Personen sonst noch arbeiten, von wem sie bezahlt werden und welche Interessen mitreden.
Die Schildbürger Partei fordert:
- vierteljährliche Veröffentlichung aller relevanten Einkünfte aus Mandaten, Verwaltungsräten, Beratung, Verbänden und Nebenämtern;
- klare Deklaration von Interessenkonflikten vor Abstimmungen und Kommissionsarbeit;
- maschinenlesbare öffentliche Register statt versteckter PDF-Friedhöfe;
- Sanktionen bei Verschweigen relevanter Interessen;
- verständliche Zusammenfassungen für Bürgerinnen und Bürger.
Wer nichts zu verbergen hat, braucht kein Excel im Keller.
Jede Pflegefachkraft stempelt, jeder Bauarbeiter rapportiert. Wer von Steuergeldern bezahlt wird, erfasst seine Zeit öffentlich — inklusive Angabe, wie viel davon mit welchen Interessengruppen für welches Geschäft verwendet wurde.
Die halbe Schweiz stempelt, rapportiert und schreibt Stundenblätter. Nur dort, wo über Milliarden entschieden wird, gilt Zeiterfassung plötzlich als Zumutung.
Die Schildbürger Partei fordert:
- öffentliche, maschinenlesbare Arbeitszeiterfassung für gewählte Amtsträger und Kader der Verwaltung;
- pro Geschäft ausgewiesen: wie viel Zeit mit welchen Interessengruppen, Verbänden und Lobbyisten verwendet wurde — und wofür;
- direkte Verknüpfung mit den öffentlichen Lobbykalendern aus Artikel 1;
- quartalsweise verständliche Auswertung: Woran wurde tatsächlich gearbeitet — und woran auffällig lange nicht?
- keine Fleisskarten für Sitzungspräsenz: Anwesenheit ist keine Leistung, Resultate zählen.
Wer die Zeit des Volkes verwaltet, soll zeigen, wofür er sie verwendet.
Die Offenlegung von Parteifinanzen und Spenden gilt nicht nur für Parteien — sondern auch für jede einzelne Politikerin und jeden einzelnen Politiker.
Parteien legen ihre Finanzen offen — und daneben laufen Einzelkampagnen, Komitees und persönliche Kässeli, über die niemand etwas wissen darf. Das ist keine Lücke, das ist ein Scheunentor.
Die Schildbürger Partei fordert:
- vollständige Offenlegung aller Spenden an Parteien und an einzelne Politikerinnen, Politiker und ihre Wahlkampagnen;
- keine Umgehung über Vereine, Komitees, Stiftungen oder «unabhängige» Unterstützungskampagnen;
- ein maschinenlesbares, öffentliches Spendenregister in Echtzeit — kein PDF-Friedhof mit Jahresverspätung;
- Rückgabepflicht für anonyme Grossspenden;
- Sanktionen mit Biss: Wer verschleiert, verliert — notfalls das Mandat.
Wer Politik kauft, soll wenigstens die Quittung öffentlich machen.
Politiker sollen primär Volksvertreter sein — nicht Volkstreter, Lobbyverwalter oder PowerPoint-Prälaten.
Die Schildbürger Partei erinnert daran, dass politische Ämter nicht zur Selbstverwirklichung, Karrierepflege oder Verbandsbetreuung erfunden wurden. Wer gewählt ist, vertritt Menschen, nicht nur Parteiapparate, Branchenpapiere und persönliche Netzwerke.
Die Schildbürger Partei fordert:
- verständliche Rechenschaftsberichte von Gewählten;
- regelmässige öffentliche Sprechstunden;
- klare Antwortpflicht auf Bürgeranliegen;
- Offenlegung, welche Forderungen aus der Bevölkerung tatsächlich politisch weiterverfolgt wurden;
- weniger Parteitheater, mehr Problemlösung.
Das Volk ist kein Hindernis zwischen zwei Wahlkampagnen.
Wir glauben nicht an links und rechts. Wir glauben, dass Egoismus, Kurzsichtigkeit und zu viel HSG-St.-Gallen-Sprech in den Vorlagen die Demokratie zerstören.
Die Schildbürger Partei glaubt nicht an links und rechts. Sie glaubt, dass Demokratie nicht an Himmelsrichtungen scheitert, sondern an Egoismus, Kurzsichtigkeit und einer Politik, die klingt wie ein Strategie-Workshop: viel «Synergien», wenig Gemeinwohl.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Politik nach Wirkung statt nach Lagerlogik: Gute Ideen werden nicht schlechter, weil die «falsche» Seite sie hatte;
- Entscheidungen, die dem Gemeinwohl dienen, nicht der eigenen Wiederwahl oder dem nächsten Verwaltungsratsmandat;
- Schluss mit Reflex-Opposition: Wer dagegen ist, sagt wogegen — und wofür;
- ehrliche Folgenabschätzung statt Quartalsdenken im Politbetrieb;
- ein Frühwarnsystem für Consulting-Sprech in politischen Vorlagen: Ab drei Buzzwords pro Seite geht das Papier zurück an den Absender — zur Übersetzung ins Verständliche.
Satirische Fussnote: Ob die HSG St. Gallen die Demokratie tatsächlich zerstört, klären wir mit einer Studie. Die Studie schreiben wir aber selbst — sonst wird sie ein Foliensatz mit 14 Frameworks und einer Executive Summary, die niemand versteht.
Die Demokratie stirbt nicht an einer Himmelsrichtung — sie stirbt an Egoismus im Quartalstakt.
Egal ob man an Gott, Jesus, Allah, Buddha oder das Spaghettimonster glaubt: Dieses Wesen hat uns einen Verstand gegeben, um selbst zu denken — nicht, um uns der Obrigkeit einfach zu fügen.
Egal ob man an Gott, Jesus, Allah, Buddha, das Spaghettimonster oder gar nichts glaubt: Wer überhaupt an ein denkendes Wesen glaubt, muss zugeben, dass es uns Verstand mitgegeben hat. Und Verstand ist zum Denken da — nicht zum Abnicken.
Mündige Bürgerinnen und Bürger sind das Fundament der Demokratie, nicht ihre Belastung. Eine Partei, die den Unsinn sichtbar machen will, kann von niemandem verlangen, ihr blind zu glauben — auch nicht sich selbst.
Die Schildbürger Partei fordert:
- politische Bildung, die zum Hinterfragen befähigt statt zum Auswendiglernen von Institutionen;
- Behördenentscheide, die begründet werden müssen — «weil wir es sagen» ist keine Begründung, egal von welcher Amtsstelle;
- Schutz und Förderung von zivilcouragiertem Widerspruch gegen offensichtlichen Unsinn, in Verwaltung wie in der eigenen Partei;
- religiöse und weltanschauliche Neutralität des Staates bei voller Wertschätzung individuellen Glaubens — und individuellen Zweifels;
- ein Parteistatut, das Mitglieder ausdrücklich zum Widerspruch ermutigt, statt Geschlossenheit über Wahrheit zu stellen.
Leitsatz: Gehorsam ist keine Tugend, wenn niemand mehr fragt, wozu.
Der Verstand wurde uns nicht geschenkt, damit wir ihn an der Garderobe abgeben.
Steuerbefreiungen und Pauschalbesteuerungen für Millionäre und Milliardäre sind ein schlechter Witz gegenüber allen, die ums tägliche Überleben kämpfen.
Wer im Callcenter, auf dem Bau oder in der Pflege arbeitet, zahlt seine Steuern auf den letzten Franken genau. Wer ein Vermögen mitbringt, verhandelt einen Pauschaldeal. Das ist kein Steuersystem — das ist ein Bonusprogramm für Reichtum.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Abschaffung der Pauschalbesteuerung für vermögende Zuzügerinnen und Zuzüger;
- gleiche Steuerregeln für alle — Schluss mit Wohnsitz-Poker und diskreten Sonderdeals;
- Transparenz über Steuerabkommen, Rulings und deren tatsächliche Kosten für das Gemeinwesen;
- eine ehrliche Rechnung, was der Steuerwettbewerb zwischen Gemeinden und Kantonen die normale Bevölkerung kostet;
- keine Doppelmoral: Wer beim Sozialamt jeden Kassenzettel belegen muss, darf erwarten, dass Milliardäre wenigstens ihren Steuersatz kennen.
Wer Millionen hat, braucht keinen Mengenrabatt.
«Too big to fail» ist das Ammenmärchen der Finanzbranche, mit dem Misswirtschaft aufs Volk verteilt wird. Es wird Wasser gepredigt — und Wein getrunken.
In guten Jahren heisst es: freier Markt, Eigenverantwortung, Finger weg vom Bonus. Im Krisenjahr heisst es plötzlich: systemrelevant, alternativlos, das Volk übernimmt. Gewinne privat, Verluste an alle — das ist kein Markt, das ist ein Trick.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Schluss mit impliziten Staatsgarantien: Wer too big to fail ist, ist schlicht too big — und wird auf eine rettbare Grösse gebracht;
- Eigenkapitalanforderungen, die den Namen verdienen — nicht die homöopathische Dosis, welche die Branchenverbände empfehlen;
- Trennung der systemrelevanten Grundfunktionen (Zahlungsverkehr, Sparen, Kredite) vom Investmentbanking-Casino;
- persönliche Konsequenzen: mehrjährige Boni-Rückforderung und Haftung der Verantwortlichen, wenn der Staat einspringen muss;
- wird trotzdem gerettet, wird das Volk Eigentümer — mit Gewinnbeteiligung und Mitsprache, nicht nur mit der Rechnung.
Eigenverantwortung predigen und Staatsgarantie trinken — das ist Schilda in Nadelstreifen.
Service public & Infrastruktur
Das Volk wurde über Jahrzehnte durch Privatisierungen schleichend enteignet: Was allen gehörte, wurde ausgeschlachtet und verkauft. Das stoppt — und wird rückgängig gemacht.
Jahrzehntelang wurde verscherbelt, was Generationen aufgebaut und bezahlt haben: Werke, Netze, Immobilien, Service public. Der Erlös war einmalig, der Verlust ist dauerhaft. Und wenn das Ausgeschlachtete später strauchelt, darf das Volk es zurückkaufen — zum Krisenpreis, versteht sich. Gewinne privatisieren und Verluste verteilen geht nicht mehr weiter.
Die Schildbürger Partei fordert:
- sofortiger Stopp weiterer Privatisierungen von öffentlichem Eigentum und Service public;
- ein öffentliches Inventar: Was wurde in den letzten Jahrzehnten verkauft, an wen, zu welchem Preis — und was hat es das Volk seither gekostet?
- Rückführung strategischer Bereiche in die öffentliche Hand, wo Grundversorgung, Sicherheit oder demokratische Kontrolle betroffen sind;
- keine Sale-and-Lease-Back-Tricks und keine «Public-Private-Partnerships», bei denen Public zahlt und Private partnert;
- eine Volksabstimmung vor jedem Verkauf öffentlicher Infrastruktur — die Enteignung des Volkes braucht mindestens die Zustimmung des Volkes.
Was Generationen aufgebaut haben, verkauft man nicht für eine Legislatur Applaus.
Eine zentrale, schlanke, digitale Einheitskrankenkasse für die Grundversicherung — statt Dutzender Kassen, die mit Prämiengeldern um dieselben Versicherten werben.
Jeden Herbst dasselbe Ritual: Prämienschock, Vergleichsportal, Kassenwechsel, Papierkrieg. Dutzende Kassen verwalten dieselbe gesetzlich identische Grundversicherung — mit eigenen Verwaltungsräten, Werbebudgets, Maklerprovisionen und IT-Systemen. Bezahlt wird das alles von den Versicherten.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine zentrale, schlanke, digitale Einheitskrankenkasse für die Grundversicherung;
- ein Verwaltungsapparat statt vierundvierzig — die Einsparung gehört in tiefere Prämien;
- Schluss mit Werbebudgets, Maklerprovisionen und Jagd auf «gute Risiken» mit Prämiengeldern;
- durchgehend digitale Prozesse von der Karte bis zur Abrechnung — selbstverständlich ohne ausdruckbare PDFs;
- Zusatzversicherungen bleiben privat: Wettbewerb dort, wo er etwas nützt — nicht bei der Grundversorgung.
Gesundheit ist keine Marketingkategorie.
Luft, Wasser, Strom, Telekommunikation und kritische Infrastruktur gehören in Unternehmen unter 100 % staatlicher Kontrolle — Grundversorgung ist kein Spekulationsobjekt.
Man kann vieles dem Markt überlassen. Aber niemand soll zwischen Trinkwasser und Dividende abwägen müssen — schon gar nicht ein Verwaltungsrat mit Boni-Zielen.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Wasser-, Strom- und Netzinfrastruktur in Unternehmen mit 100 % öffentlicher Kontrolle;
- Telekommunikation gehört dazu: Glasfaser, Mobilfunknetze und kritische Rechenzentren sind Grundversorgung — wer offline ist, ist heute vom Leben abgeschnitten;
- keine Teilprivatisierungen, keine Sale-and-Lease-Back-Konstrukte, keine strategischen Beteiligungen ausländischer Konzerne an Schweizer Netzen;
- Versorgungssicherheit vor Renditezielen — Gewinne fliessen in Unterhalt, Ausbau und tiefere Tarife;
- transparente Kosten und Preise statt Dividendenpolitik mit Grundbedürfnissen;
- saubere Luft als Staatsaufgabe: Bezahlen soll, wer sie verschmutzt — nicht, wer sie atmet.
Was alle zum Leben brauchen, gehört allen — nicht dem Meistbietenden.
Wirtschaft & Zukunft
Wir akzeptieren, dass der Kapitalismus in seiner heutigen Form am Ende ist und primär die Zerstörung der Erde zur Folge hat — und suchen ernsthaft nach Nachfolgemodellen.
Ein System, das unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten verspricht, ist kein Wirtschaftsmodell. Es ist ein Pyramidenspiel mit Atmosphäre. Die Schildbürger Partei verschwendet keine Energie darauf, den Patienten schönzureden — sie sucht den Nachfolger.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine öffentliche Zukunftskommission für Nachfolge- und Übergangsmodelle: Gemeinwohlökonomie, Kreislaufwirtschaft, Genossenschaftsmodelle, Postwachstum — geprüft nach Wirkung, nicht nach Ideologie;
- Pilotprojekte in Gemeinden und Kantonen statt Grabenkämpfe in Talkshows;
- messen, was zählt: Wohlergehen, Ressourcenverbrauch, Verteilung — nicht nur das BIP, das auch jeden Autounfall als Wachstum verbucht;
- Übergang mit Realismus statt Revolution: geordnet, demokratisch, rückholbar;
- Ehrlichkeit als Grundlage: Wer das heutige System für alternativlos erklärt, hat den Planeten nicht gefragt.
Wer unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten verspricht, ist kein Ökonom — er ist ein Illusionist.
Wer über Jahre mehr Verantwortung übernimmt, Abteilungen führt, Prozesse und Produkte entwickelt und sogar fremde Fehler ausbügelt, sollte nicht real weniger verdienen als am ersten Arbeitstag. Teuerungsbedingte Reallohnverluste trotz Mehrleistung sind eine stille Enteignung der Arbeit.
Löhne, die real sinken, während Verantwortung, Komplexität und Betriebszugehörigkeit steigen, sind kein Einzelschicksal — sie sind ein System. Wer eine Entwicklungsabteilung führt, neue Technologien einführt, komplexe Anlagen entwickelt und nebenbei Fehler korrigiert, die eigentlich nicht bei ihm liegen, erbringt genau die Leistung, von der ein Unternehmen lebt. Wenn am Ende trotzdem real weniger im Lohnausweis steht als am ersten Tag, hat nicht die Leistung versagt, sondern die Verteilung.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine gesetzliche Reallohn-Garantie: Löhne müssen mindestens im Umfang der Teuerung angepasst werden, ausser ein Unternehmen weist eine wirtschaftliche Notlage öffentlich nachvollziehbar nach;
- Kopplung von Verantwortungszuwachs und Lohnentwicklung: Wer nachweislich mehr Aufgaben, Führung oder Fachverantwortung übernimmt, hat Anspruch auf eine entsprechende Lohnanpassung — automatisch, nicht als Verhandlungsgeschenk;
- öffentliche, vergleichbare Unternehmensstatistiken: Verhältnis von Lohnsummenwachstum zu Gewinn- und Dividendenwachstum, jährlich einsehbar;
- eine Kopplungspflicht zwischen Löhnen der Geschäftsleitung und der realen Lohnentwicklung der Belegschaft — steigen die Boni oben, während unten real weniger bleibt, ist das ein meldepflichtiger Schildbürgerstreich;
- Beweislastumkehr bei stiller Lohnerosion: Nicht die Angestellten müssen begründen, warum sie mehr verdienen sollten — Unternehmen müssen begründen, warum sie es trotz Mehrleistung und Teuerung nicht tun.
Neun Jahre mehr Verantwortung und ein Jahr weniger Lohn nennt man nicht Karriere. Man nennt es Betrug am Kalender.
Airbnb, Netflix, Spotify und Co. verkaufen Zugang statt Eigentum, verrechnen reale und virtuelle Dienstleistungen dauerhaft und entziehen Besitz- wie Nutzungsrechte. Dem Mittelstand werden Mittel entzogen und ohne echten Gegenwert zur Elite verschoben.
Früher kaufte man eine Wohnung, eine Platte, einen Film — und besass sie. Heute mietet man Zugang, für immer, ohne je etwas zu besitzen: Wohnraum wird zur Airbnb-Rendite statt zum Zuhause, Musik und Filme verschwinden aus der eigenen Bibliothek, sobald ein Lizenzvertrag ausläuft. Bezahlt wird trotzdem monatlich, unbefristet, dauerhaft. Das ist kein Teilen. Das ist Dauermiete mit Servicegebühr.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine Begrenzung von Kurzzeitvermietungsplattformen wie Airbnb auf eine maximale Anzahl Tage pro Jahr und Wohnung, mit einer Abgabe, die zweckgebunden in bezahlbaren Wohnraum fliesst;
- ein Recht auf dauerhaften Zugriff auf gekaufte digitale Inhalte: Wer eine Lizenz «kauft», darf sie nicht verlieren, weil ein Plattformvertrag ausläuft — sonst ist es Miete und muss auch so beschriftet sein;
- volle Transparenz, wie viel von Abo- und Vermietungsgebühren tatsächlich bei Kreativschaffenden, Gastgeberinnen und Gastgebern ankommt — und wie viel bei der Plattform bleibt;
- eine Digitalplattform-Abgabe auf Gewinne, die ohne lokale Wertschöpfung ins Ausland abfliessen, zweckgebunden für lokale Kultur- und Wohnraumförderung;
- aktive Förderung genossenschaftlicher und lokaler Alternativen zu extraktiven Plattformmodellen, damit Teilen wieder bedeutet, was das Wort verspricht.
Man nennt es Sharing Economy. Geteilt wird aber nur die Rechnung — der Gewinn bleibt für sich.
Künstliche Intelligenz wird insbesondere im KV- und Bürobereich 50 bis 80 Prozent der heutigen Arbeit übernehmen. Wir suchen jetzt die Gesellschaftsmodelle dafür — nicht erst, wenn die Stellen weg sind.
Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz wird ganze Berufsfelder umpflügen — zuerst und am härtesten die Büro- und KV-Welt. Wer das verschläft, verwaltet in zehn Jahren Massenarbeitslosigkeit mit einem Formular aus dem Jahr 2005.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine ehrliche, laufend aktualisierte Analyse statt Beruhigungspillen: welche Berufe, wie schnell, wie viele;
- die ernsthafte Prüfung und Pilotierung eines bedingungslosen Grundeinkommens;
- Steuern auf automatisierte Prozesse: Wer Menschen durch Maschinen ersetzt, finanziert den Übergang mit;
- Mikrosteuern auf Transaktionen als breite, kaum spürbare Finanzierungsbasis der Zukunft;
- eine massive Umschulungs- und Weiterbildungsoffensive — bezahlt aus der Produktivität, die die Automatisierung freisetzt;
- Ziel: eine zukunftsfähige Nation — nicht die Verteidigung des Status quo bis zum Kollaps.
Wenn die Maschine arbeitet, darf der Mensch leben — finanzieren muss es die Maschine.
Kurzfristige Wirtschaftlichkeitsrechnungen und der langfristige Erhalt der Erde gehören nicht in dieselbe Waagschale. Wir planen und rechnen über zehn Generationen — nicht über ein Geschäftsjahr.
Eine Rendite-Rechnung mit Horizont bis zur nächsten Generalversammlung kann den Wert eines Gletschers, eines Bodens oder eines Grundwasserstroms nicht abbilden — sie sieht ihn schlicht nicht. Was in keiner Excel-Zeile Platz hat, ist meistens das Wichtigste.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine verbindliche Zehn-Generationen-Rechnung für alle Entscheide, die Boden, Wasser, Klima, Biodiversität oder Infrastruktur langfristig betreffen;
- Schluss mit Diskontsätzen, welche die Zukunft künstlich wertlos rechnen: Was in hundert Jahren zerstört ist, ist nicht «abgezinst» — es ist weg;
- Lebenszykluskosten statt Anschaffungspreis in allen öffentlichen Beschaffungen;
- ein öffentliches Zukunftsregister: Welche Entscheide von heute kosten die Enkel wie viel?
- konsequente Verknüpfung mit Zukunftsgewicht und Einspracheregeln: Wer langfristig zerstört, kann sich nicht kurzfristig herausrechnen.
Eine Erde passt in keine Quartalsrechnung.
Wir brauchen keine zweite Erde und keine Besiedlung von Mond oder Mars. Geld, das in Raumfahrt fliesst, gehört in den Erhalt der einen Erde, die wir haben.
Eine Milliarde für eine Marskolonie, in der niemand leben kann, statt für eine Erde, auf der bereits acht Milliarden leben — das ist keine Zukunftsvision, das ist eine Rechnung, die schon beim Nachdenken über die CO₂-Bilanz eines Raketenstarts zusammenbricht.
Die Schildbürger Partei fordert:
- ein Verbot kommerzieller und institutioneller Raketenstarts ohne unmittelbaren gesellschaftlichen Nutzen;
- Ausnahmen ausschliesslich für GPS-, Kommunikations- und Wettersatelliten sowie echte wissenschaftliche Erdbeobachtung;
- keine öffentlichen Gelder und keine Steuervorteile für private Weltraumtourismus- und Kolonisierungsprojekte;
- eine ehrliche CO₂- und Ressourcenbilanz jedes Starts, öffentlich einsehbar — wer sie kennt, braucht kein Verbot mehr, um zu verstehen;
- eine langfristige Prüfung terrestrischer Alternativen — etwa bodengestützte Positionsbestimmung und Wetterballons statt neuer Satellitenflotten, wo immer das technisch vernünftig ist;
- die frei werdenden Mittel dorthin, wo sie etwas retten: Erhalt von Böden, Wasser, Artenvielfalt und Klima hier auf dem einzigen Planeten, den wir tatsächlich bewohnen.
Bevor wir einen zweiten Planeten besiedeln, könnten wir den ersten pflegen.
Generationen & Zukunft
Die Jungen finanzieren Renten, Pflege, Infrastruktur, Immobilienpreise, Klimaschäden und politische Versäumnisse — während die heute älteste Generation historisch mehr Vermögen hält als jede Generation nach ihr je erreichen wird. Das lässt sich nicht endlos weiterfinanzieren.
Die jüngeren Generationen finanzieren Renten, Pflege, Infrastruktur, Immobilienpreise, Klimaschäden und politische Versäumnisse früherer Jahrzehnte — ohne realistische Aussicht, denselben Wohlstand unter denselben Bedingungen zu erreichen. Gleichzeitig hält die heute älteste Generation historisch mehr Vermögen als jede nachfolgende Generation je aufbauen wird. Beides gleichzeitig zu erwarten — maximales Vermögen oben, volle Finanzierung von unten — geht rechnerisch nicht auf.
Die Schildbürger Partei fordert:
- volle Transparenz über die Umverteilung zwischen Generationen;
- eine ehrliche Rechnung darüber, wer AHV, Pflege, Rentenversprechen und Klimafolgekosten bezahlt;
- eine offene Darstellung der Vermögensverteilung zwischen den Generationen: Wer historisch mehr Vermögen hält als alle nachfolgenden Generationen je erreichen werden, kann nicht gleichzeitig erwarten, dass diese denselben Ruhestandswohlstand vollständig weiterfinanzieren;
- eine realistische Anpassung der Rentenversprechen an die tatsächliche Finanzierungsfähigkeit der Erwerbstätigen — Wohlstand im Ruhestand darf nicht grösser sein als das, was die arbeitende Generation nachweislich erwirtschaften kann;
- keine einseitige Belastung von Millennials, Gen Z und kommenden Generationen;
- eine Reform der Altersvorsorge nach dem Prinzip: Wer profitiert hat, trägt auch Verantwortung;
- Ende der politischen Lebenslüge, dass die Jungen einfach nur härter arbeiten müssten.
Wer bezahlt den Wohlstand, der schon verbraucht wurde?
Generationen vor uns wurde vieles versprochen, das nie eingehalten wurde — Renten, stabile Preise, ein Klima wie früher. Wer die Rechnung geschrieben hat, ist bekannt. Wir sind nicht bereit, sie unbesehen zu übernehmen, nur weil wir zufällig danach geboren wurden.
Vielen Menschen wurden über Jahrzehnte Versprechen gemacht, die Institutionen nicht halten konnten oder wollten: eine Rente, die reicht, eine Wirtschaft, die ewig wächst, ein Klima, das stabil bleibt. Wer heute jung ist, hat diese Versprechen nicht gemacht — soll aber automatisch für ihre Kosten geradestehen. Das ist keine Generationensolidarität. Das ist eine Rechnung ohne Unterschrift der Zahlenden.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine öffentliche Offenlegung, welche Institutionen, Verbände und politischen Entscheide welche nicht eingehaltenen Versprechen zu verantworten haben — Verantwortung landet bei Entscheidungsträgern, nicht diffus bei «den Alten»;
- namentliche Rechenschaftspflicht für Finanzberatung und Politik: Wer über Jahrzehnte Renten-, Wachstums- oder Klimaversprechen verkauft hat, die nachweislich nicht haltbar waren, legt öffentlich dar, worauf diese Prognosen beruhten;
- ein formelles Eingeständnis dort, wo Versprechen absehbar nicht finanzierbar waren — keine automatische, unbesehene Übernahme von Schulden, Systemversprechen oder Klimafolgekosten durch kommende Generationen ohne deren Zustimmung und Mitsprache;
- eine ehrliche, öffentlich nachvollziehbare Tragfähigkeitsrechnung für Renten-, Klima- und Schuldensysteme, die zeigt, was heutige und künftige Generationen realistisch tragen können — statt Prognosen, die sich niemand mehr traut nachzurechnen;
- eine Generationenbilanz vor jeder grösseren Reform: Wer hat entschieden, wer profitiert, wer zahlt — offen einsehbar statt in Kommissionspapieren versteckt;
- Korrektur statt Vollstreckung: Zusagen, die sich als nicht finanzierbar erweisen, werden neu verhandelt und angepasst statt stillschweigend weitergereicht;
- keine Kollektivschuld nach Geburtsjahrgang — Kritik richtet sich an Institutionen, Berater und Entscheide, nicht an Menschen, die selbst oft genug getäuscht wurden.
Erben heisst nicht: unterschreiben, ohne die Rechnung gesehen zu haben.
Wer Zukunft verbraucht, muss Zukunft verantworten. Es braucht eine ehrliche Debatte darüber, wie stark kurzfristige Interessen über langfristige Projekte bestimmen sollen.
Wenn Bürgerinnen und Bürger unter 18 Jahren nicht wählen dürfen, weil sie angeblich noch nicht reif genug für politische Entscheidungen sind, dann muss auch diskutiert werden, wie Entscheidungen gewichtet werden, deren Folgen vor allem kommende Generationen tragen.
Die Schildbürger Partei fordert:
- ein öffentliches Zukunftsgewicht bei Abstimmungen über Projekte mit einer Laufzeit von über 20 Jahren;
- eine ernsthafte Diskussion über politische Verantwortung gegenüber noch nicht stimmberechtigten Generationen;
- ein Jugendveto für Projekte, die Klima, Raumplanung, Schulden oder Altersvorsorge langfristig betreffen.
Warum darf man mit 16 nicht über seine Zukunft abstimmen, aber mit 86 über die Zukunft anderer?
Wer die Zukunft blockiert, muss sie nicht nur erleben wollen, sondern auch verantworten können.
Wer gegen ein langfristiges Projekt Einsprache erhebt, muss erklären, wie er die Folgen seiner Blockade verantwortet.
Die Schildbürger Partei fordert:
- bei Projekten mit 20 bis 50 Jahren Wirkung eine Zukunftsfolgen-Abwägung;
- Einsprachen dürfen nicht nur persönliche Bequemlichkeit schützen;
- wer erneuerbare Energie, Infrastruktur oder Klimaschutz blockiert, muss eine gleichwertige Alternative vorschlagen;
- reine Verhinderungspolitik ohne Lösung wird öffentlich als Schildbürgerstreich markiert;
- jüngere und künftige Generationen erhalten stärkeres Gewicht bei Zukunftsprojekten.
Wer die Zukunft blockiert, muss sie nicht nur erleben wollen, sondern auch verantworten können.
Wer ein Projekt mit 50 Jahren Nutzen blockiert, muss mehr liefern als persönliche Aussicht, Geräuschempfindlichkeit oder politische Nostalgie.
Die Schildbürger Partei will Einsprachen nicht abschaffen. Rechtsstaatliche Kontrolle ist wichtig. Aber Einsprachen gegen langfristige Infrastruktur-, Energie- und Klimaprojekte müssen die Zukunftswirkung des Projekts ernst nehmen.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Einsprachen gegen Projekte mit langer Lebensdauer müssen eine begründete Zukunftsabwägung enthalten;
- je länger ein Projekt wirkt, desto stärker müssen kommende Generationen berücksichtigt werden;
- Einsprachen aus reiner Besitzstandswahrung sollen weniger Gewicht erhalten als Einsprachen mit echter Umwelt-, Sicherheits- oder Gemeinwohlbegründung;
- wer ein Projekt blockiert, muss eine realistische Alternative benennen;
- keine automatische Entwertung älterer Menschen, aber auch kein Vetorecht gegen eine Zukunft, die vor allem andere ausbaden.
Wer die Zukunft nicht mehr erleben will, soll sie wenigstens nicht im Alleingang verhindern.
Klima & Gleichstellung
Wir akzeptieren, dass der Klimawandel real ist. Die Frage ist nicht ob, sondern wie wir damit leben, planen und Schäden reduzieren.
Die Schildbürger Partei akzeptiert den Klimawandel als Realität und verschwendet keine politische Energie darauf, gegen Thermometer, Gletscher und Physik zu argumentieren.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Klimaanpassung als Pflichtaufgabe für Gemeinden, Kantone und Bund;
- hitzetaugliche Städte und Dörfer mit Schatten, Bäumen, Wasser und weniger Asphaltwüsten;
- Schutz vor Starkregen, Trockenheit, Hangrutschen und Extremwetter;
- Förderung realistischer Technologien statt Symbolpolitik;
- ehrliche Kommunikation: Klimaschutz und Klimaanpassung sind Infrastrukturpolitik, keine Lifestyle-Debatte.
Man kann mit der Realität arbeiten oder von ihr überfahren werden.
Wenn Zigaretten Warnhinweise tragen, dürfen Autos, Flugtickets und fossiler Luxusverkehr nicht so tun, als hätten sie keine Nebenwirkungen.
Zigarettenpackungen tragen Warnhinweise, weil sie Schaden anrichten.
Die Schildbürger Partei fordert entsprechende Warnhinweise auf besonders klima- und umweltschädlichen Produkten und Dienstleistungen, zum Beispiel:
- Autos mit hohem Verbrauch;
- SUVs und Luxusfahrzeuge;
- Flugtickets;
- Kreuzfahrten;
- Kurzstreckenflüge;
- Werbung für fossilen Luxusverkehr.
Windkraftanlagen töten ein paar Hundert Vögel und Fledermäuse pro Jahr — dagegen helfen längst Ultraschall-Vergrämungsgeräte. Freilaufende Katzen töten rund 5 Millionen Vögel pro Jahr — dagegen hilft bisher gar nichts.
Gegen ein Windrad wehren sich Nachbarn, Verbände und halbe Gemeinden — wegen ein paar Hundert Vogel- und Fledermaustoten pro Jahr, die sich mit Ultraschall-Vergrämung längst deutlich reduzieren lassen. Gegen freilaufende Katzen, die je nach Schätzung rund 5 Millionen Vögel pro Jahr töten, erhebt niemand Einsprache. Das ist keine Vogelschutzpolitik. Das ist Symbolpolitik gegen das sichtbarste Objekt am Horizont.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine kantonale Katzenhalter-Einsprachestelle: Anwohnerinnen und Anwohner erhalten ein formelles Instrument, um bei nachweislich hoher Vogelschlagrate freilaufender Katzen Massnahmen zu verlangen — analog zum Einspracherecht bei Bauprojekten;
- verhältnismässige Massnahmen statt Verbote: Kastrationspflicht für Freigänger ohne Zuchtabsicht, Glöckchen- oder Halsband-Pflicht, zeitliche Freigang-Einschränkungen während der Brutzeit;
- Ultraschall-Vergrämung als Standard bei neuen Windkraftanlagen — Stand der Technik statt Feigenblatt;
- Einschränkung des Einspracherechts aus reinen Vogelschutzgründen bei Windkraftprojekten auf direkte Anrainer im Radius von 40 Metern — andere Einsprachegründe wie Lärm oder Landschaftsschutz bleiben unberührt;
- eine öffentliche, vergleichbare Statistik zu Vogelverlusten nach Ursache: Fensterscheiben, Katzen, Windkraft, Stromleitungen — Massnahmen nach tatsächlichem Schaden budgetiert, nicht nach Symbolkraft.
Wer 5 Millionen tote Vögel übersieht und bei ein paar Hundert Einsprache erhebt, hat nicht die Vögel im Blick, sondern das Windrad.
Das Verbot von Plastiktrinkhalmen wird rückgängig gemacht. Im Gegenzug fallen sämtliche Fischereisubventionen, und jedes Fischernetz braucht alle 10 Quadratmeter vier GPS-Sender — verlorene Netzteile müssen geborgen werden.
Ein Trinkhalm aus Plastik ist ein Ärgernis. Ein verlorenes, kilometerlanges Fischernetz ist eine jahrzehntelang mordende Todesfalle für Wale, Robben und Fische — sogenannte «Geisternetze» gehören zu den grössten Plastikverschmutzern der Meere überhaupt. Wer beim Trinkhalm moralisiert und beim Netz wegschaut, hat die Grössenordnung verwechselt.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Aufhebung des Trinkhalmverbots — das Problem war nie die Bar, sondern das offene Meer;
- vollständige Streichung sämtlicher staatlicher Subventionen für Fischereibetriebe;
- eine gesetzliche Pflicht: mindestens vier GPS-Sender pro 10 Quadratmeter Netzfläche, damit jedes Netz jederzeit ortbar ist;
- Bergungspflicht für Fischereibetriebe, die Teile eines Netzes verlieren — auf eigene Kosten, ohne Ausnahme;
- ein öffentliches Register georteter, aber nicht geborgener Netzteile, damit Verantwortliche nicht einfach im Ozean verschwinden wie ihr Material.
Satirische Kurzform: Der Halm schwimmt eine Woche. Das Netz fischt hundert Jahre weiter — nur ohne Fischer.
Ein Trinkhalm verirrt sich nie im Ozean. Ein verlorenes Netz sucht dort ein Jahrhundert lang weiter.
Generelles Verbot von Privatjets und Helikoptern — ausser für Rettungsorganisationen. Regierungen erhalten höchstens einen Jet pro fünf Millionen Einwohner. Und vermietet wird gar nichts.
Während unten über Hitzesommer, Flugscham und CO₂-Budgets diskutiert wird, fliegt oben eine kleine Minderheit zum Apéro nach St. Moritz. Ein Privatjet verbrennt in einer Stunde, was eine normale Familie im ganzen Jahr einspart.
Die Schildbürger Partei fordert:
- ein generelles Verbot von Privatjets und privaten Helikopterflügen;
- Ausnahmen ausschliesslich für bestehende Rettungs- und Einsatzorganisationen: Luftrettung, Ambulanz, Katastrophenschutz, Polizei, Feuerwehr und Versorgungsflüge in unzugängliche Gebiete;
- für Regierungen maximal einen Jet pro fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner;
- ein striktes Zweckentfremdungsverbot für Staatsflugzeuge: keine Vermietung an Privatpersonen oder Unternehmen, keine Gefälligkeitsflüge, keine «dienstlichen» Ferienreisen;
- öffentliche Flugprotokolle für sämtliche verbleibenden Staatsflüge — wer mitfliegt, steht im Protokoll.
Satirischer Maximalvorschlag: Stillgelegte Privatjets werden der Luftrettung übergeben oder als Schulzimmer für Klimakunde aufgestellt — Boarding für alle, Abheben für niemanden.
Neun Millionen Einwohner, ein Regierungsjet — mehr Höhenflug braucht keine Demokratie.
Grundwasserspiegel und Seepegel sinken stetig? Wir bauen einen Damm. Klingt nach Schilda? Genau. Im Unterschied zu echten Schildbürgerstreichen sagen wir es aber vorher.
Satirischer Maximalvorschlag: Ein Damm um den Bodensee, Baubeginn direkt nach der dritten Vernehmlassung, Einweihung durch einen Sack Sonnenlicht.
Der ernste Kern ist weniger lustig: sinkende Grundwasserspiegel, trockene Sommer, Nutzungskonflikte ums Wasser — und ein Bodensee, der Trinkwasserreserve für Millionen ist.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine nationale Wasserstrategie: Grundwasserschutz, Speicherung, sparsame Bewässerung — bevor der Pegel politisch wird;
- Schutz von Seen und Flüssen als Trinkwasserreserven, mit Vorrang vor kommerzieller Übernutzung;
- weniger versiegeln, mehr versickern lassen: Schwammstadt statt Asphaltwüste;
- öffentliche Echtzeit-Daten zu Pegeln, Grundwasser und Entnahmen — zuerst wird gemessen, dann gebaut;
- Dämme nur dort, wo Hydrologen sie fordern — nicht, wo Wahlplakate sie versprechen.
Bevor Schilda einen Damm baut, misst es wenigstens den Pegel.
Gleichstellung gilt nicht nur beim Lohn, sondern auch bei Pflichten, Rentenalter, Wehrdienst, Wehrpflichtersatz und Hinterlassenenrenten.
Frauen und Männer werden gleichgestellt. Punkt. Die Schildbürger Partei akzeptiert keine Gleichstellung à la Carte, bei der Rechte modernisiert und Pflichten historisch konserviert werden.
Die Schildbürger Partei fordert:
- gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit;
- gleiche Regeln beim Rentenalter;
- gleiche Behandlung bei Wehrdienst, Zivildienst oder Ersatzabgabe;
- gleichwertige Regeln für Witwen- und Witwerrenten;
- eine ehrliche Debatte darüber, welche Pflichten in einer modernen Gesellschaft wirklich noch sinnvoll sind;
- keine Benachteiligung aufgrund von Geschlecht, weder bei Rechten noch bei Pflichten.
Gleichberechtigung endet nicht dort, wo es unbequem wird.
Sicherheit & Souveränität
Wir akzeptieren, dass eine Armee im Ernstfall funktionieren muss — nicht nur auf dem Papier, im WK-Plan und am Grillabend.
Die Schildbürger Partei akzeptiert, dass die aktuelle Milizarmee in vielen Bereichen nicht so funktioniert, wie sie funktionieren müsste. Zu viele Wiederholungskurse wirken wie drei Wochen zusätzliche Ferien mit Uniform, Materialchaos und organisatorischer Folklore.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine offene Prüfung einer professionellen Berufsarmee;
- klar definierte Aufgaben statt symbolischer Wehrpflichtromantik;
- kleinere, besser ausgebildete und einsatzfähige Strukturen;
- professionelle Katastrophenhilfe, Cyberabwehr, Schutz kritischer Infrastruktur und Logistik;
- ehrliche Kostenrechnung: Was kostet die heutige Armee wirklich, inklusive Arbeitsausfall und Produktivitätsverlust?
Lieber wenige, die wissen was sie tun, als viele, die wissen wann der Ausgang beginnt.
80 Prozent der Gewinne aus Waffenexporten werden abgeschöpft und zweckgebunden ins Asylwesen investiert. Wer an Konflikten verdient, finanziert ihre Folgen mit.
Kriegsmaterial verlässt die Schweiz mit Gewinn — die Folgen von Krieg erreichen die Schweiz als Menschen auf der Flucht. Bisher zahlt für das eine die Aktionärskasse aus, für das andere die Allgemeinheit. Das ist Buchhaltung nach Schilda-Art.
Die Schildbürger Partei fordert:
- eine Abgabe von 80 Prozent auf Gewinne aus Kriegsmaterialexporten;
- zweckgebunden für Asylwesen, Flüchtlingshilfe und Integrationsprogramme;
- volle Transparenz: Was wurde wohin exportiert, was wurde daran verdient, was floss in die Folgenbewältigung;
- keine Exporte an Staaten, die Menschenrechte systematisch verletzen — daran ändert auch keine Abgabe etwas;
- einen jährlichen öffentlichen Bericht in verständlicher Sprache statt versteckter Statistik-Anhänge.
Wer Fluchtursachen exportiert, finanziert die Ankunft mit.
Das Schweizer Volk hat eine Geschichte, die Respekt verdient, und einen Stolz, der nicht käuflich ist. Nur um der Wirtschaft willen verbeugen wir uns nicht vor Despoten.
Unsere Vorfahren waren als Soldaten gefürchtet. Wir müssen heute niemanden das Fürchten lehren — aber wir müssen uns auch nicht klein machen, sobald ein Absatzmarkt winkt.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Aussenpolitik mit Rückgrat: Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sind nicht verhandelbar — auch nicht für Grossaufträge;
- keine Sonderbehandlung für Autokraten, nur weil sie gut einkaufen;
- Neutralität heisst nicht Meinungslosigkeit: Wer neutral ist, darf trotzdem Haltung zeigen;
- klare, öffentliche Kriterien, wann wirtschaftliche Interessen hinter Grundwerten zurückzustehen haben;
- Schluss mit Wirtschaftsdelegationen, die ihre Grundwerte im Duty-free deponieren und mit leeren Rückgraten heimfliegen.
Neutral heisst aufrecht — nicht auf Knien.
Das F-35-Programm ist abzubrechen. Was die Schweiz braucht, sind autonom einsetzbare Kampfjets ohne Resetknopf einer fremden Regierung — und Kampfhelikopter.
Ein Kampfjet, dessen Software-Freigaben, Updates und Ersatzteile am Goodwill einer fremden Regierung hängen, ist kein Kampfjet. Er ist ein Abo mit Schleudersitz.
Die Schildbürger Partei fordert:
- den Abbruch des F-35-Programms, bevor weitere Kostenüberraschungen und Abhängigkeiten eingeflogen werden;
- Beschaffung von Systemen, welche die Schweiz autonom betreiben, warten und einsetzen kann — ohne Update-Zwang, Freigabevorbehalte oder Kill-Switch-Risiko aus dem Ausland;
- volle Kontrolle über Quellcode, Ersatzteile und Einsatzdaten — oder kein Kauf;
- ernsthafte Evaluation europäischer Alternativen sowie von Kampfhelikoptern für realistische Aufgaben: Luftpolizei, Schutz kritischer Infrastruktur, Rettung und Katastrophenhilfe;
- eine ehrliche, öffentliche Gesamtkostenrechnung über die ganze Lebensdauer — vor der Unterschrift, nicht nach dem Skandal.
Souveränität kauft man nicht im Abo.
Mobilität & öffentlicher Raum
Wer ein Fahrzeug über 1,5 Tonnen führt, bewegt nicht einfach ein Auto, sondern ein rollendes Wohnzimmer mit Gefährdungspotenzial.
Die Schildbürger Partei fordert eine Zusatzprüfung für:
- SUVs;
- Fahrzeuge über 1,5 Tonnen Leergewicht;
- Fahrzeuge mit stark eingeschränkter Rundumsicht;
- Fahrzeuge mit überdurchschnittlichem Gefährdungspotenzial für Kinder, Velofahrer und Fussgänger.
Diese Prüfung umfasst:
- Sichtfeld und tote Winkel;
- Bremsweg und Gewicht;
- Parkieren ohne Gefährdung der Umgebung;
- Verhalten gegenüber Fussgängern und Velofahrern;
- Grundkurs «Ihr Auto ist kein Menschenrecht».
Grundkurs: Ihr Auto ist kein Menschenrecht.
Ein Fahrausweis darf kein lebenslanges Erinnerungsstück aus einer Zeit sein, in der Kreisverkehr noch als moderne Hexerei galt.
Die Schildbürger Partei fordert:
- alle zwei Jahre eine kurze Auffrischungsprüfung;
- Schwerpunkt auf neue Verkehrsregeln, Veloverkehr, Tempo-30-Zonen, Kreisverkehr, Autobahnverhalten und Rücksicht;
- bei auffälligem Fahrverhalten verpflichtende Nachschulung;
- digitale Theorieprüfung für alle Altersgruppen;
- praktische Prüfung bei wiederholten Verstössen.
Wer ein Fahrzeug führt, muss beweisen, dass er die Gegenwart verkehrstechnisch erreicht hat.
Wer sein Auto absichtlich laut macht, erklärt der Gesellschaft akustisch den Krieg.
Lärm ist Umweltverschmutzung. Wer sein Auto absichtlich laut macht, erklärt der Gesellschaft akustisch den Krieg.
Die Schildbürger Partei fordert:
- automatische Lärmkontrollen für Fahrzeuge;
- massive Bussen bei manipulierten Auspuffanlagen;
- sofortige Stilllegung illegal lauter Fahrzeuge;
- Wiederzulassung nur nach technischer Prüfung;
- Lärmsteuer für unnötig laute Fahrzeuge.
Satirischer Maximalvorschlag: Fahrzeuge, die mehr Lärm als Nutzen erzeugen, werden feierlich eingeschmolzen und zu Veloständern verarbeitet.
Wer Aufmerksamkeit braucht, soll Therapie machen, nicht Auspuff.
Die Freiheit des einen endet dort, wo der Bass aus seiner Bluetooth-Box beginnt.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Verbot lauter Bluetooth-Boxen in Parks, Wäldern, am Fluss, in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Wanderwegen;
- Ruhe-Zonen in Natur- und Erholungsräumen;
- konsequente Bussen bei Verstössen;
- symbolische Beschlagnahmung besonders nerviger Geräte;
- öffentliche Rücksichtskurse für Wiederholungstäter.
Satirischer Zusatzartikel: Bürgerinnen und Bürger dürfen Verstösse mit imaginären Paintball-Gewehren innerlich ahnden. Real bleibt es bei Anzeige, Busse und sozialer Ächtung.
Nicht jeder Park braucht deinen schlechten Musikgeschmack.
Wer seine Umgebung konsequent nicht wahrnimmt, zeigt ein gesellschaftliches Kompetenzdefizit.
Wer seine Umgebung konsequent nicht wahrnimmt, andere blockiert, bedrängt, beschallt oder gefährdet, zeigt ein gesellschaftliches Kompetenzdefizit.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Rücksichtskurse für wiederholte Störer im öffentlichen Raum;
- Sozialkompetenz-Nachschulung bei aggressivem, rücksichtslosem oder gefährdendem Verhalten;
- gemeinnützige Einsätze in Pflege, ÖV, Reinigung oder Betreuung, damit Betroffene lernen, dass andere Menschen existieren;
- Prävention statt Eskalation.
Wer seine Mitmenschen nicht wahrnimmt, muss zwei Wochen lang dort arbeiten, wo Rücksicht keine Option, sondern Überlebensbedingung ist.
Alltag & Satire pur
Wer im Migros-Gang eine Staumauer bildet, muss mit Nachschulung rechnen.
Die Produktivität der arbeitenden Generationen wird täglich durch Menschen sabotiert, die Rolltreppen blockieren, Eingänge verstopfen, abrupt stehen bleiben oder Einkaufswagen quer in Gänge stellen.
Die Schildbürger Partei fordert deshalb den freiwilligen, später verpflichtenden Einkaufszentrum-Kompetenznachweis.
Geprüft werden:
- rechts gehen, links überholen;
- nicht mitten im Eingang stehen bleiben;
- Einkaufswagen nicht diagonal parkieren;
- vor dem Regal denken, nicht nach zehn Minuten;
- Telefonieren ohne den Verkehrsfluss zu zerstören;
- Gruppenbildung nur ausserhalb neuralgischer Engstellen.
Wer im Migros-Gang eine Staumauer bildet, muss mit Nachschulung rechnen.
Neophyten sind real. Aber sinnlose Dauervernichtung mit Millionenaufwand ist keine Strategie, sondern Beschäftigungstherapie mit Motorsense.
Die Schildbürger Partei akzeptiert, dass invasive Neophyten real sind. Sie akzeptiert aber nicht, dass Ressourcen endlos in symbolische Entfernungskampagnen fliessen, während Nachbarländer nichts Vergleichbares tun und die Pflanzen über Grenzen, Flüsse, Strassen und Böden zurückkommen.
Die Schildbürger Partei fordert:
- Priorisierung nach tatsächlichem Schaden statt nach Aktionismus;
- Schutz sensibler Biotope, Landwirtschaftsflächen und Infrastrukturen;
- Stopp von flächendeckender Sisyphus-Arbeit ohne realistische Erfolgsaussicht;
- Einsatz von Zivilschutz und öffentlichen Mitteln dort, wo Wirkung messbar ist;
- grenzüberschreitende Koordination statt lokaler Symbolbekämpfung;
- Akzeptanz, Management und Nutzung dort, wo Entfernung aussichtslos ist.
Nicht jede Pflanze, die man hasst, verschwindet durch ein Budget.
Werde Schildbürgerin oder Schildbürger —
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